Vegetarisch nicht übertreiben

Lob, Anregungen, Kritik ...

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Vegetarisch nicht übertreiben

Beitragvon ottonormal » Donnerstag 7. Juli 2016, 10:30

Voran erstmal ein Lob. Ich esse schon viele Jahre in Turm- und Zentralmensa und war mit Qualität und Auswahl immer sehr zufrieden.

Anfangs viel es mir in der Turmmensa verstärkt auf, dass die Auswahlmöglichkeit an nicht-vegetarischem Essen immer kleiner wird und ich war seltener dort Gast.
In letzter Zeit schwappt die Welle aber auch in die Zentralmensa über und Linien wie Eintopf, Menü, Vegetarisch, Vegan, Natürlich Fit, Al denta, Pasta und Gratins und Fitnesscenter verdrängen die klassische bodenständige Küche.

Daher meine Bitte: vergesst den Normalesser nicht, auch wenn die Gendervegan-Gaeste häufiger und lauter ihre Interessen fordern,

Danke
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Re: Vegetarisch nicht übertreiben

Beitragvon gast » Freitag 8. Juli 2016, 14:44

Bodenständig ist es, auch mal einen Tag auf Fleisch zu verzichten.

Das Verben 'fallen' schreibt übrigens sich auch im Präteritum mit f :hammer:
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Re: Vegetarisch nicht übertreiben

Beitragvon Mahnwache Nordmensa » Freitag 8. Juli 2016, 23:01

Ich muss hier dem Threadersteller allerdings auch zustimmen, insbesondere da für mich aufgrund einer Allergie jegliches Mensaessen mit unspezifiziertem "Gemüse" nicht essbar ist.
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Re: Vegetarisch nicht übertreiben

Beitragvon ottonormal » Sonntag 10. Juli 2016, 09:38

gast hat geschrieben:Bodenständig ist es, auch mal einen Tag auf Fleisch zu verzichten.

Das Verben 'fallen' schreibt übrigens sich auch im Präteritum mit f :hammer:



#gast: hilfreich ist der Artikel "Vaganismus als Tattoo - Ernährungspsychologe Thomas Ellrott über gefühlte Lakoseintoleranz, Gastrosexualität und Fleischnachbauten". Zu finden im Göttinger Tageblatt vom Samstag, 9.Juli 2016.
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Re: Vegetarisch nicht übertreiben

Beitragvon gast » Montag 11. Juli 2016, 17:25

Es geht hier doch gar nicht darum, dass womöglich "gefühlte Lakoseintoleranz, Gastrosexualität und Fleischnachbauten" Auswüchse sind.

Ein viel offenkundigerer Fetisch ist es, dass für manche offenbar eine Selbstverständlichkeit ist, dass jeden Tag mind. einmal für 3 Euro ein Batzen Fleisch auf den Teller muss (und am davon auch noch eine Auswahl von >5 verschiedenen Varianten). Um festzustellen, wie pervers das ist, rechnet doch einfach mal aus, welche Fleischproduktion notwendig wäre, um die Gesamtbevölkerung auf diese Weise zu ernähren.

Ihr macht hier ein Theater weil es mal als drei fleischlose - bodenständige! - Gerichte am Tag gibt, als ob man euch irgendwas wegnehmen würde, dabei bekommt ihr doch nach wie vor euer Fleisch. Es sei euch doch auch gegönnt, angesichts eures von schwerer körperlicher Arbeit trotzenden Lebens. :roll:
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Re: Vegetarisch nicht übertreiben

Beitragvon Ebenfalls Gast » Dienstag 12. Juli 2016, 13:40

Mir fällt das mit den Gerichten, die zunehmend vegetarisch und vegan sind, auch auf. Ich esse in der Regel 2-3 mal die Woche Fleisch, bin also ganz bestimmt kein Fleisch-Vielesser - aber seit der Umstellung gibt es zunehmend weniger Gerichte, die "gesundes" Fleisch/Fisch enthalten. Früher sind meine Fleischrationen auf die Leichte Küche gefallen - unpaniertes Hähnchen, Fisch. Geflügel und Fisch gibt es aber mittlerweile nur noch mit Panade (heute in Menu I/II), Fisch am Freitag ebenfalls. Die vegetarischen Alternativen sind ebenfalls häufig paniert (heute: Menü I/II). Als Mensch, der mittags gesund und ausgewogen mit ab und zu mal gesundem Fleisch (bitte jetzt keine Diskussionen über Tierhaltung...) essen möchte, wird die Mensa immer schwieriger. Mit Ausnahme von ab und an mal leicht&fit sowie der Salattheke bekommt man kaum noch ausgewogene Menüs mit überschaubarer Kalorienmenge. Wäre es vielleicht möglich, auch die Fleisch- und Fischgerichte etwas gesünder zu gestalten? Vielleicht auch häufiger mal wieder ein Wokgericht mit viel Gemüse?
Was ich aber auch noch sagen möchte: Ich bin seit sechs Jahren fast jeden Tag in der Mensa-weil es mir schmeckt. Göttinger Studenten können sich hier sehr glücklich schätzen - nur würde es mich freuen, wenn eine stärkere Balance zwischen vegetarisch, vegan, Hausmannskost und gesunden Gerichten mit Fleisch hergestellt werden könnte!
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Re: Vegetarisch nicht übertreiben

Beitragvon Admin » Donnerstag 14. Juli 2016, 10:46

Heute (14.7.) dürften die Karnivoren keinen Anlass zur Kritik haben :wink:

Die Küche wird jedenfalls die Speisepläne überprüfen und, wenn nötig, Änderungen vornehmen.
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Re: Vegetarisch nicht übertreiben

Beitragvon Flexitarier » Donnerstag 14. Juli 2016, 21:12

gast hat geschrieben:Es geht hier doch gar nicht darum, dass womöglich "gefühlte Lakoseintoleranz, Gastrosexualität und Fleischnachbauten" Auswüchse sind.

Ein viel offenkundigerer Fetisch ist es, dass für manche offenbar eine Selbstverständlichkeit ist, dass jeden Tag mind. einmal für 3 Euro ein Batzen Fleisch auf den Teller muss


Du gehst von der falschen Voraussetzung aus, dass die Leute jeden Tag in der Mensa essen. :roll:

Viele essen nur an einigen Tagen in der Mensa, und versorgen sich an den anderen Tagen selbst - oft mit studententypischer eingeschränkter Küchenausrüstung und oft auch beschränkten Kochkenntnissen. Das resultiert dann meistens in einfachen, in der Regel fleischfreien Gerichten (wobei das nicht immer nur Spaghetti mit Tomatensauce sein muss). Und in der Mensa möchten sie eben etwas komplexere Gerichte haben.

Bei den einfachen Gerichten kommt man übrigens auf ein erheblich besseres Preis-Leistungsverhältnis, wenn man sie sich selber zuhause zubereitet. Z.B. für den "halben Blumenkohl mit Hollandaise und Salzkartoffeln" reichen 2EUR locker, um das Gericht für zwei Personen zuhause zuzubereiten (und der Blumenkohl ist dann weder verkocht, noch hart). Von den diversen Nudelgerichten mal ganz zu schweigen.
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Re: Vegetarisch nicht übertreiben

Beitragvon Anderer Gast » Donnerstag 4. August 2016, 13:30

"Gendervegan-Gaeste" ist ein Wort, das mich zu dem Schluss kommen lässt, dass das hier eh nur ein Troll-Post war. Sowas würde an einer Uni und noch dazu in diesem Kontext ja nicht ernsthaft irgendwer schreiben. Zumal die Auswahl an vegetarischen und vor allem veganen Gerichten ja durch die Band gering ist und zwischen keinem und dreien schwankt. Da mal ein Lob, so souverän auf Getrolle zu reagieren. :)
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Re: Vegetarisch nicht übertreiben

Beitragvon StudentenwerkGö » Freitag 5. August 2016, 13:27

Wir hoffen, dass bei der großen und abwechslungsreichen Speisenauswahl für jeden mal etwas dabei ist!
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Re: Vegetarisch nicht übertreiben

Beitragvon Flexitarier » Samstag 13. August 2016, 11:29

Anderer Gast hat geschrieben:"Gendervegan-Gaeste" ist ein Wort, das mich zu dem Schluss kommen lässt, dass das hier eh nur ein Troll-Post war. Sowas würde an einer Uni und noch dazu in diesem Kontext ja nicht ernsthaft irgendwer schreiben. Zumal die Auswahl an vegetarischen und vor allem veganen Gerichten ja durch die Band gering ist und zwischen keinem und dreien schwankt.


Lass Dich nicht davon bluffen, dass bei den "Al dente" ("Allgäuer Krautspätzle"), "Pasta und Gratins" ("Vegetarischer Nudelauflauf
Toscana, ...) und "Salatbuffet" leisch- zw Fisch-Symbole angegeben sind. Bei diesen Angeboten gibt es OPTIONAL Fleisch bzw Fisch mit zur
Auswahl, dort sind jedoch vegetarische bzw vegane Angebote in der Mehrzahl.

Kann das Studentenwerk bitte alle diese Auswahlen, bei denen man auch ein oder mehrere vegetarische Gerichte zur Auswahl stehen, auch mit dem Karottensymbol versehen?
Viele eilige Vegetarier scheinen das sonst erst garnicht im Einzelnen durchzulesen :roll:
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Re: Vegetarisch nicht übertreiben

Beitragvon StudentenwerkGö » Donnerstag 18. August 2016, 11:08

Vielen Dank für die Anregung. Das Karottensymbol werden wir zukünftig im Speiseplan bei den Menülinien mit aufnehmen, bei denen man optional zwischen fleischlosen Komponenten, Fisch oder Fleisch wählen kann, wie z. B. beim Salatbuffet.
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Re: Vegetarisch nicht übertreiben

Beitragvon Flexitarier » Samstag 3. September 2016, 11:16

StudentenwerkGö hat geschrieben:Vielen Dank für die Anregung. Das Karottensymbol werden wir zukünftig im Speiseplan bei den Menülinien mit aufnehmen, bei denen man optional zwischen fleischlosen Komponenten, Fisch oder Fleisch wählen kann, wie z. B. beim Salatbuffet.


Wird das dann auch mal umgesetzt?

Der Thread "Wer findet den Fehler" zeigt ja auch wieder, dass es offensichtlich unter der Mensakundschaft Leute gibt, die erhebliche Probleme mit verstehendem Lesen haben.

@Sowis: macht doch mal eine Studie, ob Vegetarismus zu Leseschwäche führt, oder ob Leseschwache zu Vegetarismus neigen.
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Re: Vegetarisch nicht übertreiben

Beitragvon Erinnerung » Dienstag 11. Oktober 2016, 10:01

StudentenwerkGö hat geschrieben:Vielen Dank für die Anregung. Das Karottensymbol werden wir zukünftig im Speiseplan bei den Menülinien mit aufnehmen, bei denen man optional zwischen fleischlosen Komponenten, Fisch oder Fleisch wählen kann, wie z. B. beim Salatbuffet.


Im Mensaplan dieser Woche ist zu "Pasta und Gratins - Vegetarischer Nudelauflauf Toscana ..." immer noch ausschliesslich die Schweinshaxe abgebildet, und zu "Salatvariationen in Selbstbedienung!" ausschliesslich der Fisch.
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Re: Vegetarisch nicht übertreiben

Beitragvon StudentenwerkGö » Dienstag 11. Oktober 2016, 14:08

Hallo und vielen Dank für den Hinweis auf das fehlende Karottensymbol beim vegetarischen Nudelauflauf und den Selbstbedienungs-Salatvariationen.

Wir hatten zwischenzeitlich festgestellt, dass das gleichzeitige Ausweisen des Karottensymbols für "vegetarisch" und der Haxe für "fleischhaltig/Fleischgericht" bei einigen unserer Gäste für Verwirrung gesorgt hat, anstatt eindeutig über die Zutaten bzw. die Zusammensetzung der Speisen zu informieren.
Daher werden wir uns nochmals Gedanken machen, wie Gerichte bzw. Menülinien für alle Gäste möglichst klar und verständlich gekennzeichnet werden können.
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