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Studentenwerk Göttingen
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05/22/08

?Die wirtschaftliche und soziale Lage der Göttinger Studierenden?


Studentenwerk Göttingen gibt Ergebnisse der 18. Sozialerhebung bekannt

? Wie finanzieren die Göttinger Studierenden Lebensunterhalt und Studium?
? Wieviel Geld geben sie monatlich aus und wofür?
? Wie wohnen die Studierenden und wie ernähren sie sich?
? Welchen Beratungsbedarf haben sie?
Seit 1951 gibt es bundesweite Erhebungen zur wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden. Seit 1982 werden die Sozialerhebungen alle drei Jahre von der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) im Auftrag des Deutschen Studententenwerks e. V.  durchgeführt; und mit Mitteln des Bundesministeriums  (BMBF) finanziert.
Die ausgewerteten Daten geben klare Hinweise auf bildungspolitische und soziale Entwicklungen im Hochschulraum und lieferen so verlässliche Aussagen für zukünftige Entscheidungen
der Bildungsträger. Die Göttinger Studie liefert Vergleichszahlen zu Auswertungen auf Niedersachsenebene und im Vergleich zum Bund.

Der Göttinger Normalstudierende (Erststudium, ledig, Nicht-Elternwohner) ist 24,3 Jahre alt und studiert im 8,1 Hochschulsemester. Mehr als die Hälfte der befragten Studierenden stammt aus Niedersachsen, gefolgt von Hessen und Nordrhein-Westfalen. Die populärsten Studiengänge sind in Göttingen mit 27% die Naturwissenschaften, gefolgt von den Sprach- und Kulturwissenschaften. Die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, im Jahr 2000 am stärksten vertreten, belegen nunmehr Platz 3. Das Staatsexamen ist in Göttingen mit 32,7% der am häufigsten angestrebte Abschluss, knapp gefolgt vom Diplom.
Aus welchen sozialen Schichten kommen die Göttinger Studierenden? Seit 1997 ist der Trend festzustellen, dass der Anteil Studierender niedriger bzw. einfacher Herkunft sinkt. Er liegt mittlerweile bei 30,6%. Der Anteil Studierender hoher sozialer Herkunft dagegen ist auf 44% gestiegen. Im Vergleich zu Niedersachsen und zum Bund stellt dieser Wert eine Höchstmarke dar.
Fast 60% der Göttinger Studierenden betrachten ihr Studium als Mittelpunkt, das bedeutet eine Steigerung gegenüber 2003 um mehr als 10%.
Der Anteil der Studierenden mit Kind/ern hat sich gegenüber dem Jahr 2003 etwas verringert. Mit 3,1% ist dieser Prozentsatz halb so hoch wie im Bundesdurchschnitt mit 6,3%. In Niedersachsen haben sogar 6,7% ein Kind bzw. mehrere Kinder.
? Monatliche Einnahmen und Ausgaben
Durch die Einführung der Studienbeiträge kommt der Finanzierung des Studiums ein besonderes Interesse zu. Immerhin 90% der Göttinger Studierenden werden mit durchschnittlich 390 Euro im Monat von den Eltern unterstützt, was 64,4% des monatlichen Budget entspricht. In Niedersachsen und im Bund erhalten nur 86% bzw. 85% der Studierenden mit 352 bzw. 366 Euro elterliche Unterstützung. Die zweitgrößte Einnahmequelle ist nach wie vor der eigene Verdienst. In Göttinger erzielen 50% der Studierenden monatlich durchschnittlich 207 Euro mit ihrer studienbegleitenden Erwerbstätigkeit. Der Nettolohn liegt in Göttingen, Niedersachsen und dem Bund bei 9,40 bis 9,70. In Göttingen erhalten 25% der Studierenden BAföG, sie werden mit durchschnittlich 363 Euro monatlich gefördert.  

Die Förderquote liegt in Göttingen über dem Landes- und dem Bundesdurchschnitt mit 23,4% bzw. 21,4%. Hauptgrund für eine Nicht-Förderung ist nach wie vor das zu hohe Einkommen bzw. Vermögen der Eltern.  
Göttingen ist für die Studierenden nach wie vor ein kostengünstiger Hochschulstandort. Obwohl die monatlichen Einnahmen mit 730 Euro unter dem Landes- (765 Euro) und Bundesdurchschnitt (763 Euro) liegen, wird diese Differenz durch die geringeren Lebenshaltungskosten nahezu wieder ausgeglichen. Das meiste Geld geben die Studierenden für die Miete inklusive Nebenkosten aus. So wohnen die Göttinger Studierenden mit einem monatlichen Mietzins von 240 Euro wesentlich günstiger als an anderen niedersächsischen (255 Euro) oder bundesdeutschen Hochschulstandorten (265 Euro). Dennoch haben sich die Mietkosten in Göttingen seit 2003 um 7% erhöht. Mit 150 Euro stehen die Ausgaben für Ernährung an zweiter Stelle.  
Die Wohnsituation und die Ernährungssituation
Befragt nach der Wohnsituation der Göttinger Studierenden lässt sich feststellen, dass der Anteil, die bei ihren Eltern wohnen von 8,1% im Jahr 2003 auf 5,8% zurückgegangen ist. Diese Wohnform ist jedoch auf Bundesebene weiterhin beliebt, insbesondere in größeren Städten und Ballungszentren ist das Pendeln einfacher und die Alternative bei den Eltern zu wohnen kostengünstiger. Das Alleinwohnen hat an Attraktivität eingebüßt, der Trend geht eindeutig zur Wohngemeinschaft sowie zur Wohnung mit dem Partner. In Göttingen wünschen sich fast 80% der Befragten diese Wohnform, auf Bundesebene möchten 83,2% in der eigenen Wohnung leben, in Niedersachsen sogar 85,7%.
Bezeichnend ist, dass in Göttingen wesentlich mehr Studierende in einem Wohnheim als landes- (8%) und bundesweit (11,4%). Die Mietbelastung ist für alle Wohnformen gestiegen, das Wohnheim stellt weiterhin die preiswerteste Art des Wohnens dar. Über die Hälfte der befragten Studierenden in Göttingen zahlen zwischen 200 und 300 Euro Miete.
Neun von zehn Göttinger Studierende gehen mindestens einmal pro Woche zum Mittagssen in die Mensa. Damit sind die Göttinger Mensen nach wie vor beliebter als die vieler anderer Studentenwerke, denn landesweite gehen 18,4% nie in die Mensa, bundesweit sind dies mit 24,5% sogar weit mehr als doppelt so viele wie in Göttingen. Danach befragt, was den Studierenden an ihrer Mensa besonders wichtig ist, gaben die Studierenden mit einem Mittelwert von 4,3 die räumliche Nähe der Mensen zur Hochschule an. Auch qualitativ hochwertige und gleichzeitig kostengünstige Angebote stufen die Göttinger Studierenden als wichtig ein (Mittelwert 4,2). Ebenfalls eine Rolle spielt ein geringer Zeitaufwand beim Mittagessen (Mittelwert 3,8). Erstaunlicherweise ist für die Studierenden das Angebot aus ökologisch erzeugter Produktion nur von mittlerer Relevanz (Mittelwert 2,8).
? Beratung und Auslandsaufenthalte
Insgesamt 64,5% der Göttinger Studierenden bejahten die Frage, einen Beratungs- oder Informationsbedarf zu haben. Allerdings kann keine Aussage getroffen werden, ob diese Beratung auch tatsächlich in Anspruch genommen wurde. Insbesondere finanzielle Themen wie Krankenversicherung (38,3%), die Finanzierung des Studiums (36,5%) und Auslandsaufenthalte (33,2%) waren Inhalte des Beratungsbedarfs. Aber auch psychische Probleme spielen eine Rolle (bei 26,5% der Studierenden = Probleme in der Familie/Partnerschaft, bei 22,9% = Prüfungsangst, bei 22,5% = Zweifel, das Studium fortzuführen und bei 20,4% = depressive Verstimmungen). Vergleicht man den Anteil Studierender, die bereits einen Auslandsaufenthalt im Zusammenhangmit dem Studium absolviert haben, zeigt zum einen, dass die Göttinger Befragten in dieser Hinsicht mobiler mit 26,1% mobiler sind als die Studierende des Landes (19,4%) und des Bundes (20,3%). Zum anderen wird jedoch auch deutlich, dass das Auslandsstudium gegenüber 2003 zurückgegangen ist (2003 = 34,6% in Göttingen, 33,3% in Niedersachsen und 34,2% im Bund). Hauptgründe für die Entscheidung gegen einen Aufenthalt im Ausland sind die finanzielle Mehrbelastung sowie ein Zeitverlust, der mit einem Auslandsaufenthalt verbunden ist.


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