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Neue Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks mit Sonderauswertungen für Göttingen startet


Geld, Gebühren, Bachelor: Wie leben Studierende heute?

Wie finanzieren die rund zwei Millionen Studierenden in Deutschland ihr Studium? Wie viel jobben sie nebenbei, wie bezahlen sie ihre Studiengebühren? Welchen Zeitaufwand müssen Bachelor-Studierende betreiben? Auf diese Fragen will eine neue Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) Antworten liefern. Im Mai werden 75.000 nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Studierende gebeten, anonym an der Befragung teilzunehmen. ?Das Deutsche Studentenwerk will mit der Sozialerhebung Politik und Öffentlichkeit mit konkreten Daten und Fakten über die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden informieren. Und wir setzen uns, gestützt auf die Daten der Sozialerhebung, für die sozialen Interessen der Studierenden ein?, so DSW-Präsident Prof. Rolf Dobischat.

Wie in den vergangenen Jahren plant das Studentenwerk Göttingen wieder eine regionale Sonderauswertung der bundesweiten Erhebung. ?In Zeiten immer knapper werdender staatlicher Finanzmittel müssen wir unser Beratungs- und Serviceangebot so optimal wie möglich an den Bedürfnissen der Studierenden ausrichten?, erläutert Prof. Dr. Jörg Magull, der Geschäftsführer des Studentenwerks. Daher bittet das Studentenwerk alle Göttinger Studierenden, die einen Fragebogen erhalten haben, diesen auszufüllen und rechtzeitig an das Hochschul-Informationssystem Hannover zurückzuschicken.

In den jüngsten Auflagen der Sozialerhebung konnte nachgewiesen werden, wie sozial selektiv das deutsche Hochschulsystem ist. Für Deutschland gilt leider immer noch: Ob jemand studiert oder nicht, hängt ganz entscheidend von der sozialen Herkunft ab. Die 18. Sozialerhebung wies nach: Von 100 Akademiker-Kindern studieren 83, von 100 Kindern aus Familien ohne akademische Tradition sind es aber nur 23. Ob die gegenwärtigen Hochschulreformen an der bisherigen Verteilung von Bildungschancen etwas ändern werden, das ergibt sich aus der Sozialerhebung.

Die Ergebnisse der 19. Sozialerhebung sollen im Frühjahr 2010 vorgestellt werden, der Sonderbericht zu Bachelor-Studierenden im Frühjahr 2011. Auch für Niedersachsen ist eine Sonderauswertung vorgesehen. Durchgeführt wird die Untersuchung vom Hochschul-Informationssystem Hannover (HIS), finanziert wird sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

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