Beim Versenden deiner Nachricht ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuche es erneut.
Vielen Dank für deine Nachricht! Wir setzen uns mit dir in Verbindung.
11.12.2019
Studentenwerk Göttingen

Wir solidarisieren uns mit dem Bündnis SOS Studiwerk!

Dieser Brief ging am 12. Dezember an alle Bewohner unserer Wohnheime. Aber auch wenn du nicht bei uns wohnst - du bist betroffen!
Karte mit SOS Studiwerk drauf. Hinweis Studieren muss bezahlbar bleiben

Liebe Wohnheimsbewohner*innen,

ab kommendem Monat müsst ihr 10 €/Monat mehr Miete zahlen als bisher. Außerdem steigt für euch, wie alle anderen Studierenden auch, der Semesterbeitrag. Im Sommersemester steigt der Anteil, der dem Studiwerk Göttingen zusteht um 20 €/Semester. Bis zum Wintersemester 2022/23 wird dieser Anteil um insgesamt weitere 10€ ansteigen. In diesem Schreiben könnt ihr nachlesen, wo die Gründe hierfür liegen, warum das untragbar ist und was ihr dagegen tun könnt.

Um nachvollziehen zu können worin diese Erhöhungen begründet sind, muss man einen Blick auf die Einnahmen und Ausgaben des Studiwerks werfen. Das Studiwerk in Göttingen finanziert sich über Umsatzerlöse aus dem gastronomischen Angebot, Wohnheimsmieten, Beiträgen von Studierenden und einen Landeszuschuss. Ausgaben entstehen, durch die Instandhaltung der Wohnheime, die Beschäftigung des Personals und sonstige Ausgaben für bspw. Nahrungsmittel. Den größten Anteil der Einnahmen stellen die Umsatzerlöse und Mieten dar. Diese sind in den letzten konstant angestiegen. Wir Studierenden zahlten 2018 etwa 4,9 Mio. € an Beiträgen, das Land schoss ca. 3,6 Mio. € zu. Große Probleme hat das Studiwerk zurzeit auf der Ausgabenseite. Einerseits steigen die Personalkosten konstant aufgrund tariflicher Bedingungen. Andererseits muss das Studiwerk kurzfristig das Wohnheim in der Robert-Koch-Straße sanieren, da es andernfalls aufgrund von Bauvorschriften geschlossen werden müsste. Da allerdings die Mittel für die nächsten Jahre bereits für andere Sanierungsmaßnahmen und die Umgestaltung der Nordmensa verplant wurden, braucht das Studiwerk mehr Geld. Da das Land Niedersachsen nicht dazu bereit ist mehr Geld zuzuschießen, werden wir Studierenden zur Kasse gebeten. Und das ist eine Frechheit!

Wie bereits beschrieben bezahlen wir Studierenden schon heute mehr an das Studiwerk als das Land. Zum Vergleich, 2014 haben wir Studierenden ca. 3,5 Mio. € an das Studiwerk gezahlt, während das Land schon damals 3,6 Mio. € bezahlt hat. Insgesamt ist der Landeszuschuss in dem Zeitraum um 17.000 € angestiegen. 2023 werden wir Studierenden etwa 6,6 Mio. € an Beiträgen zahlen und das Land, ihr ahnt es, 3,6 Mio. €. Damit zahlen die Studierenden fast doppelt so viel wie das Land. Doppelt getroffen werden die Bewohner*innen der Wohnheime, die neben dem steigenden Beitrag auch die steigende Miete abfangen müssen. Die letzte Mieterhöhung ist gerade einmal zwei Jahre her. Damals wurden die Mieten um bis zu 70 €/Monat pro Wohnheimsplatz angehoben. Nun sollt ihr erneut mehr Miete zahlen. Das ist weder sozial verträglich noch ist es fair.

Aus diesem Grund hat sich das Bündnis „SOS Studiwerk“ gegründet. Dieses setzt sich aus diversen Hochschulgruppen und Wohnheimesvertreter*innen zusammen. Wir als Bündnis haben folgende Forderungen an das Land aufgestellt:

  • Ein Sofortprogramm der Landesregierung zur Beseitigung des Sanierungsstaus und für Neubau bei den Studierendenwerken in Höhe von 150 Millionen Euro!

  • Die Erhöhung des Landeszuschusses für Studierendenwerke um 25%!

  • Eine automatische, jährliche Erhöhung des Landeszuschusses um 3%!

Damit das Land unsere Forderungen hört und umsetzt, starten wir einige Aktionen, wie etwa dem Mensastreik vor einigen Wochen. Ein Aktionstag reicht jedoch nicht. Daher wird es weitere Aktionen in der Zukunft geben. Damit ihr keine davon verpasst, könnt ihr unserer Facebookseite folgen: https://www.facebook.com/BuendnisStudiWerk/
Außerdem könnt ihr diese Petition unterschreiben: https://weact.campact.de/petitions/mehr-finanzhilfe-vom-land-fur-studiwerke-studierende-entlasten.

Wenn ihr Teil von diesem Bündnis werden wollt kommt doch gerne zu einem unserer Bündnistreffen. Die Termine werden über Facebook bekannt gegeben werden. Außerdem könnt ihr euch an Paul Rouven wenden, den Sprecher der Wohnheimssprecher*innenvollversammlung. Steht auf und zeigt der Landesregierung, dass wir uns das nicht weiter gefallen lassen!

Euer Bündnis „SOS Studiwerk“


Navigation