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BAföG

Das Studentenwerk Göttingen ist mit der Durchführung einer der wohl wichtigsten Arten der Studienfinanzierung beauftragt – dem BAföG. 

Hier beantworten wir alle wichtigen Fragen zum Thema BAföG, um dir einen ersten Überblick zu diesem Thema zu verschaffen. Wir möchten dich aber ausdrücklich dazu animieren, auch unsere persönlichen Beratungsgespräche im 3. Stock des Gebäudes der Zentralmensa in Anspruch zu nehmen. Unsere SachbearbeiterInnen freuen sich, dich im persönlichen Gespräch zu beraten und dir als PartnerInnen an deiner Seite alle Fragen zur Studienfinanzierung zu beantworten.

Was ist BAföG eigentlich?

Interesse am BAföG lohnt sich! Hier haben wir dir die häufigsten Fragen zum Thema BAföG zusammengestellt.

Was ist BAföG?

Eigentlich ist das eine Abkürzung und steht für "Bundesausbildungsförderungsgesetz". Damit stellt der Staat Mittel für dein Studium unter bestimmten Kriterien zur Verfügung.

Zudem ist die Darlehensschuld auf insgesamt 10.000 € gedeckelt. Hast du also während deines Studiums 30.000 Euro an Fördermitteln aus dem BAföG bekommen, entfallen 20.000 Euro (Hälfte geschenkt und maximale Darlehensschuld auf 10.000 Euro gedeckelt: also nochmal 5.000 Euro geschenkt). Du müsstest also nur 10.000 Euro, in Raten von mindestens 105 Euro, zurückzahlen.

Wer bekommt BAföG?

BAföG ist eine Sozialleistung und wird gewährt, wenn die finanziellen Verhältnisse nicht ausreichen, die Ausbildung zu finanzieren. Die Ausbildung an sich muss dabei förderungsfähig sein. Hierbei gilt: Eine erste Ausbildung ist in der Regel förderungsfähig, meist auch der zweite Bildungsweg und eine daran anschließende Ausbildung. Ein Masterstudiengang wird insbesondere dann gefördert, wenn er auf einem abgeschlossenen Bachelor-Studiengang aufbaut und kein anderer Hochschulabschluss vorliegt.

Studierende dürfen zu Beginn der Ausbildung das 30. Lebensjahr und bei Masterstudiengängen das 35. Lebensjahr nicht vollendet haben, um BAföG zu erhalten. Es gibt aber Ausnahmen. Näheres dazu erklären dir gerne unsere SachbearbeiterInnen.

Ich komme aus dem Ausland, habe ich Anrecht auf BAföG?

Auch ausländische Studierende können unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch auf Ausbildungsförderung aus dem BAföG haben. Solltest du zu dieser Interessengruppe gehören, raten wir dir zu einem persönlichen Termin bei uns. Wichtig hierfür ist, dass der Aufenthaltsstatus vorab geklärt ist.

Wieviel BAföG gibt es?

Die Höhe der Förderung hängt sowohl vom Einkommen der Eltern, des Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartners als auch vom Einkommen und dem Vermögen des Auszubildenden und seinem gesetzlich normierten Bedarf ab. Im Ausnahmefall ist BAföG auch elternunabhängig.

Der Bedarf ergibt sich aus dem Gesetz und umfasst für ein Inlandsstudium die folgenden Beträge:

Seit Herbst 2016                                    bei den Eltern
Grundbedarf                                           451 € 
+ eigene Krankenversicherung, max. 71 €
+ eigene Pflegeversicherung               15 €
Höchstsatz                                             537 €

Seit Herbst 2016                                    eigene Wohnung
Grundbedarf                                           649 € 
+ eigene Krankenversicherung, max. 71 €
+ eigene Pflegeversicherung               15 €
Höchstsatz                                             735 €

Auszubildende mit Kindern können zusätzlich einen Kinderbetreuungszuschlag in Höhe von 130 € erhalten.

Was passiert bei einem Fachrichtungswechsel?

Erstmaliges Wechseln der Fachrichtung bis zum Ende des 3. Fachsemesters lässt den BAföG-Anspruch nicht erlöschen, sofern ein ''wichtiger Grund'" vorliegt.

Ein unabweisbarer Grund ist grundsätzlich immer zu berücksichtigen, also auch nach dem 3. Fachsemester. Darunter versteht man einen objektiven Grund für den Fachrichtungswechsel, beispielsweise eine dauerhafte körperliche Einschränkung eines Sportstudenten nach einem Unfall.

Wie lange bekomme ich BAföG?

Ausbildungsförderung wird nach schriftlichem Antrag vom Beginn des Monats an gewährt, in dem die Ausbildung tatsächlich aufgenommen wird. Das ist in der Regel der Beginn der Vorlesungen.

Frühestens wird Ausbildungsförderung jedoch vom Beginn des Antragsmonats an gezahlt. Wenn du den Antrag zu spät stellst, verlierst du möglicherweise Leistungen.

Die Förderung endet mit dem Bestehen der Abschlussprüfung, dem Abbruch der Ausbildung oder mit Erreichen der Förderungshöchstdauer. Die Förderungshöchstdauer entspricht der Regelstudienzeit, die in der Studienordnung für deinen Studiengang festgelegt ist.

Eine Förderung über die Regelstudienzeit hinaus kann in gesetzlich festgelegten Ausnahmefällen für die Studienzeit verzögernde Phasen gewährt werden, beispielsweise für die Erziehung eines Kindes oder die Arbeit in einem Hochschulgremium als gewähltes Mitglied.

Bekomme ich auch im Ausland BAföG?

Für ein Studium im Ausland gibt es die Möglichkeit des Auslands-BAföG. Hierfür sind spezielle Ämter zuständig. Die jeweilige Adresse - abhängig von dem Land, in dem du studieren möchtest - erfährst du bei deiner/m zuständigen SachbearbeiterIn oder unter diesem Link.

Wann muss BAföG zurückgezahlt werden?

Das Bundesverwaltungsamt ist für die Einziehung des Darlehens zuständig. Die Rückzahlung des Darlehensanteils beginnt fünf Jahre nach dem Ende der Förderungshöchstdauer (nicht nach dem Ende des Studiums) und dauert längstens 20 Jahre. Etwa ein halbes Jahr vor Beginn der Rückzahlungspflicht wird die Höhe der Darlehenssumme sowie der Rückzahlungsbeginn mitgeteilt.

Die Rückzahlung des Darlehens ist einkommensabhängig, das heißt Geringverdiener (bis zu 1.145 €) können von der Rückzahlung freigestellt werden.

Adressen- und Namensänderungen müssen dem Bundesverwaltungsamt gemeldet werden, und zwar auch schon vor Erhalt des Rückforderungsbescheides (BVA, 50728 Köln; bafoeg@bva.bund.de).

Was ist elternunabhängiges BAföG?

In Ausnahmefällen ist eine elternunabhängige Förderung möglich. Die einzelnen Voraussetzungen hierzu lauten:

Du warst nach Vollendung des 18. Lebensjahres und bis zum Beginn des Studiums insgesamt 60 Monate erwerbstätig, wobei Berufsausbildungszeiten nicht berücksichtigt werden. Du warst nach dreijähriger Berufsausbildung mindestens drei Jahre erwerbstätig; zusammen mit der Ausbildung muss eine Zeitspanne von mindestens 6 Jahren vorliegen.

Du bist bei Beginn des Ausbildungsabschnitts über 30 Jahre alt und weitere Voraussetzungen werden erfüllt – näheres können dir unsere SachbearbeiterInnen in der Studienfinanzierung erklären.

Bei elternunabhängiger Förderung sind Einkommenserklärungen der Eltern nicht mehr erforderlich. Das Einkommen des Ehegatten wird aber immer angerechnet.

Was darf ich als BAföG-Empfänger hinzuverdienen?

Innerhalb des Bewilligungszeitraums von zwölf Monaten kannst du 5.400 Euro brutto als Einkommen aus nichtselbstständiger Tätigkeit hinzuverdienen, ohne dass eine Anrechnung auf den BAföG-Satz erfolgt. Das heißt: Ein Mini-Job ist möglich, ohne dass sich die Höhe der BAföG-Förderung verändert. Das Kindergeld spielt für die Berechnung keine Rolle. Es wird nicht als Einkommen betrachtet und steht dir somit zusätzlich zur Verfügung.

Was ist ein Härtefreibetrag?

Auf Antrag kann zur Vermeidung diskriminierender Härte, beispielsweise bei einer Behinderung des Studierenden oder des Unterhaltspflichtigen, ein Teil des Einkommens zusätzlich anrechnungsfrei bleiben.Berücksichtigt werden hier z.B. Behinderten- oder Pflegepauschbeträge.

Gegebenenfalls erfolgt eine Neuberechnung und es ergeht ein Änderungsbescheid.

Fragen zum BAföG-Antrag

Welche Formblätter musst du ausfüllen? Wie oft musst du einen neuen Antrag stellen? Diese und noch viel mehr Fragen beantworten wir dir hier!

Welche Formblätter sind für den BAföG-Antrag nötig?

- Formblatt 1 (Angaben zu persönlichen Daten sowie eigenem Einkommen und Vermögen)

- Anlage 1 zu Formblatt 1 (Lückenlose Angaben zu schulischem und beruflichem Werdegang)

- Formblatt 2 (Immatrikulationsbescheinigung nach § 9 BAföG)

- Formblatt 3 (Einkommenserklärung Vater/ Mutter/ Ehegatte - für jeden Einkommensbezieher ist separat eine Einkommenserklärung erforderlich, die Nachweise sind vollständig beizufügen)

- Nachweis über eigene Wohnung (Vorlage einer Meldebescheinigung oder Mietvertrages, sofern die bewohnte Wohnung nicht zum Eigentum der Eltern gehört)

- Der Einkommenserklärung auf Formblatt 3 sind entsprechende Belege bezüglich der jeweiligen Einkommensart beizufügen, z. B. Einkommensteuerbescheid, Rentenbescheid, Arbeitslosengeldbescheid, Krankengeldbescheid, Verdienstbescheinigungen oder ähnliches.

Hinweis: Kindergeld gilt nicht als Einkommen und muss nicht angegeben werden. Für einen Weiterförderungsantrag benötigst du bis auf den schulischen und beruflichen Werdegang dieselben Formblätter.

Wichtig: Alle Antragsformulare erhältst du im Amt für Ausbildungsförderung. Da die Formulare bundesweit einheitlich sind, kannst du auch die von anderen Ämtern benutzen. Der komplette Antrag steht außerdem auf der Homepage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zum Download bereit.

Was muss ich beim Ausfüllen des Antrags beachten?

Um die Antragsfrist einzuhalten, genügt zunächst ein formloser BAföG-Antrag. Die offiziellen Antragsformulare sind allerdings später nachzureichen. Bitte plane ein, dass zwischen Beantragung und Auszahlung des BAföG-Betrages mehrere Wochen vergehen können.

Du selbst kannst das Verfahren jedoch beschleunigen: Du musst alles ausfüllen. Auch wenn du meinst, irgendwo keine Angaben machen zu müssen, so mache lieber einen Strich oder eine Null anstatt keine Angaben. Jede Lücke kann zu Nachfragen führen und Nachfragen zu Verzögerungen. Und du bekommst dein Geld schlimmstenfalls erst Monate später.

Wie oft muss ich einen neuen BAföG-Antrag stellen?

Ausbildungsförderung wird in der Regel für zwölf Monate bewilligt. Dein Förderungsbescheid zeigt dir auf Seite 1, für welchen Zeitraum dir Ausbildungsförderung bewilligt wurde. Frühzeitig vor Ende des Bewilligungszeitraumes, etwa vier Monate vorher, solltest du einen unterschriebenen, vollständigen und mit allen Nachweisen versehenen Wiederholungsantrag stellen, damit keine Zahlungsunterbrechungen entstehen.

Wann muss ein Eignungsnachweis erbracht werden?

Ab dem fünften Fachsemester wird die Ausbildungsförderung nur geleistet, nachdem die bis dahin üblichen Studienfortschritte belegt wurden. Der Nachweis wird bei Bachelorstudiengängen in aller Regel durch den Nachweis über den ECTS-Leistungspunktestand erbracht. Von allen Hochschulen im Zuständigkeitsbereich des Studentenwerks Göttingen werden einheitlich verlangt:

- 70 Credits zu Beginn des vierten Fachsemesters
- 100 Credits zu Beginn des fünften Fachsemesters
- 130 Credits zu Beginn des sechsten Fachsemesters.

Ausnahmen sind die Studiengänge Baumanagement, Gebäudetechnik, Immobilienwirtschaft und Wirtschaftsingenieur Infrastruktur der Fachhochschule (HAWK) in Holzminden, für die nur 66/96/126 Credits erforderlich sind.

Studierende der Universität Göttingen können eine entsprechende Leistungsübersicht aus dem Prüfungssystem FlexNow selbst ausdrucken.

In anderen Studiengängen oder ersatzweise kann eine individuelle Eignungsbescheinigung (Formblatt 5) eingereicht werden. Die zuständigen Hochschullehrer kannst du unserer Übersicht entnehmen.

Fragen im Zusammenhang mit dem Leistungsnachweis werden in einem gesonderten Informationsblatt beantwortet.

Meine Eltern verweigern die Auskunft oder Zahlungen – was nun?

Weigern sich deine Eltern Auskunft über ihr Einkommen zu erteilen beziehungsweise zahlen sie den angerechneten Einkommensbetrag nicht als Unterhaltsleistungen an dich, so besteht die Möglichkeit, eine ‚‚Vorausleistung‘‘ zu beantragen.

Das Amt für Ausbildungsförderung übernimmt nach Einzelfallprüfung ggf. die Zahlungen der Vorausleistungen neben dem BAföG-Anspruch. Dafür geht der Unterhaltsanspruch, den du gegen deine Eltern hast, auf das Land Niedersachsen über.

Weitere Informationen erhältst du von unseren SachbearbeiterInnen. 

Studienfinanzierung

Platz der Göttinger Sieben 4
Gebäude der Zentralmensa, Ebene 3
37073 Göttingen

Tel.: 0551 - 39 35 134

Beratungszeiten

Di und Do: 11:00 bis 14:30 Uhr
und nach Vereinbarung

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